top of page

Fragen und Probleme
im Umgang mit der Sexuellen Orientierung 

Die eigene sexuelle Orientierung kann für manche Menschen eine Quelle von Unsicherheit, inneren Konflikten oder psychischer Belastung sein – unabhängig davon, ob sie sich als heterosexuell, homosexuell, bisexuell oder anderweitig definieren. Häufige Themen sind etwa Unsicherheit über die eigene Orientierung, Schwierigkeiten beim Coming-out gegenüber Familie, Freunden oder am Arbeitsplatz, die Erfahrung von Ablehnung oder Diskriminierung sowie verinnerlichte negative Überzeugungen über die eigene Sexualität, die durch gesellschaftliche oder familiäre Prägungen entstanden sein können.

Diese Erfahrungen können mit erheblichem Leidensdruck verbunden sein und zu Symptomen wie Angst, Schamgefühlen, Niedergeschlagenheit oder sozialem Rückzug führen. Es ist wichtig zu betonen, dass sexuelle Orientierung an sich kein Behandlungsgegenstand ist – Ziel der Therapie ist ausdrücklich nicht die Veränderung der sexuellen Orientierung, da sogenannte Konversionstherapien wissenschaftlich als unwirksam und schädlich gelten und in Deutschland verboten sind.

In der Therapie möchte ich Sie dabei unterstützen, einen selbstbestimmten und stimmigen Umgang mit Ihrer sexuellen Identität zu finden. Bausteine der Therapie können unter anderem sein:

  • Die Bearbeitung von Scham- und Schuldgefühlen sowie verinnerlichten negativen Überzeugungen über die eigene Person und Sexualität, die häufig auf gesellschaftliche oder familiäre Botschaften zurückzuführen sind.

  • Die Auseinandersetzung mit konkreten Belastungssituationen – etwa dem Umgang mit Ablehnung durch nahestehende Personen, dem Erleben von Diskriminierung oder der Entscheidung, wem gegenüber man sich öffnen möchte.

  • Die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Entwicklung eines positiven Selbstbildes, das die eigene sexuelle Identität einschließt.

  • Die Erarbeitung von Strategien zur Bewältigung von Stress und Belastungen, die im Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung entstehen können.

  • Bei Bedarf die Unterstützung bei der Gestaltung von Coming-out-Prozessen – in der eigenen Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz – und die Vorbereitung auf mögliche Reaktionen des sozialen Umfelds​.

bottom of page